10. September 2026

Die Schlagzeilen dieses Spätsommers klingen alarmierend: Ölpreise explodieren, Gas wird knapp, die Speicher reichen nur bis Februar. Wir haben nachgesehen, was davon durch amtliche Zahlen gedeckt ist — und was nicht. Das Ergebnis ist differenzierter als die Überschriften, und gerade deshalb interessanter.
Heizöl: der Sprung ist real
Am 10. September 2026 hat das Statistische Bundesamt die August-Zahlen veröffentlicht. Leichtes Heizöl kostete 49,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor — allein gegenüber Juli waren es 6,5 Prozent. Das ist keine Branchenmeldung, sondern amtliche Preisstatistik.
Der Auslöser ist benennbar und datierbar. Die US-Energiebehörde EIA schreibt in ihrer Quartalsanalyse vom 7. April 2026 von einer „military action in the Middle East on February 28" und der „subsequent de facto closure of the Strait of Hormuz" — der faktischen Sperrung der Straße von Hormus. Rohöl der Sorte Brent startete 2026 bei 61 US-Dollar je Barrel, überschritt am 12. März die 100-Dollar-Marke und beendete das Quartal bei 118 Dollar.
Für Haushalte mit Ölheizung heißt das: Wer im vergangenen Herbst rund 90 Euro je 100 Liter zahlte, liegt heute bei rund 155 Euro. Bei einer Tankfüllung von 3.000 Litern sind das etwa 1.950 Euro Unterschied — für dieselbe Wärme.
Erdgas: zwei Wahrheiten gleichzeitig
Hier wird es interessant, weil die verbreitete Annahme in die Irre führt. Erdgas ist im August 2026 nicht teurer geworden, sondern 2,9 Prozent günstiger als im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt begründet das so:
Die rückläufigen Preisentwicklungen bei Strom, Erdgas und Fernwärme sind teilweise auf die bereits seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung zurückzuführen.
Konkret entfiel zum 1. Januar 2026 die Gasspeicherumlage. Diese Entlastung überdeckt derzeit, was am Markt tatsächlich passiert. Denn dort sieht es anders aus: Der europäische Großhandelspreis für Erdgas liegt Anfang September bei rund 82 Euro je Megawattstunde — gut zweieinhalbmal so viel wie vor einem Jahr, allein im letzten Monat ein Plus von rund 40 Prozent. Und die günstigsten Neukundentarife stiegen laut Finanztip von 9,4 Cent je Kilowattstunde im Februar auf 11,56 Cent im August.
Übersetzt: Wer einen laufenden Vertrag hat, merkt noch wenig. Wer neu abschließt oder in die Grundversorgung fällt, zahlt deutlich mehr. Eine staatliche Entlastung ist außerdem kein Naturgesetz — sie kann auslaufen.
Der Gasspeicher: was an „reicht bis Februar" dran ist
Die deutschen Gasspeicher sind für die Jahreszeit ungewöhnlich leer. Anfang September lagen sie bei rund 55 Prozent, ein Jahr zuvor waren es rund 74 Prozent. Die Bundesnetzagentur bestätigt, die Füllstände lägen „derzeit deutlich niedriger als in den Vergleichszeiträumen vergangener Jahre".
Die Meldung, die Speicher reichten nur bis Februar, stammt vom Speicherverband INES und wird oft verkürzt wiedergegeben. Sie gilt ausdrücklich nur für den Fall eines sehr kalten Winters. Bei normalen Temperaturen reichen die Vorräte nach derselben Modellrechnung vollständig. Und die Bundesnetzagentur schreibt, Stand heute, unmissverständlich:
Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet.
Wir halten also fest: Kein Grund zur Panik — aber ein Winter, in dem der Preis stärker schwanken kann als gewohnt. Denn Speicher, die im Frühjahr leer sind, müssen im Sommer neu gefüllt werden, und zwar zu den dann gültigen Preisen.
Was Wärme wirklich kostet
Das Technologie- und Förderzentrum, eine Einrichtung des Freistaats Bayern, erhebt regelmäßig die Preise für Holzbrennstoffe bei Betrieben im gesamten Bundesgebiet. Für Juli 2026 sieht der Vergleich so aus:
| Brennstoff | Kosten je Kilowattstunde |
|---|---|
| Heizöl | 13,2 ct |
| Erdgas (Mai 2026) | 12,3 ct |
| Scheitholz, Buche | 9,4 ct |
| Holzpellets | 8,5 ct |
| Hackschnitzel | 3,4 – 3,9 ct |
Der eigentliche Befund steckt aber nicht in der Momentaufnahme, sondern in der Bewegung. Buchenscheite kosten heute 0,8 Prozent mehr als vor einem Jahr und liegen 7,4 Prozent unter dem Höchststand vom Januar 2023. Heizöl im selben Zeitraum: fast die Hälfte teurer. Das Technologie- und Förderzentrum formuliert es so: „Auffällig ist, dass die Brennholzpreise derzeit nur leicht steigen. Das unterscheidet die aktuelle Entwicklung von 2022."
Zwei Einschränkungen, die dazugehören
Erstens sind das Brennstoffkosten, keine Wärmekosten. Der Wirkungsgrad fehlt in dieser Rechnung. Eine Gas-Brennwertheizung holt aus einer Kilowattstunde mehr heraus als ein Kaminofen, der nach der 1. BImSchV mindestens 73 Prozent erreichen muss. Der Abstand schrumpft dadurch — er kehrt sich aber nicht um.
Zweitens ist Holz nicht automatisch günstig. Die Spanne bei Buchenscheiten reicht von 5,04 bis 12,40 Cent je Kilowattstunde. Der teuerste Anbieter liegt damit fast auf Heizölniveau, und die Nähe zu Ballungsräumen treibt den Preis. Pellets sind binnen eines Jahres sogar um 28 Prozent gestiegen. Wer gut einkauft, spart deutlich; wer den erstbesten Preis nimmt, unter Umständen gar nichts. Worauf es beim Einkauf ankommt, steht in unserem Ratgeber Brennholz: welches Holz, wie trocken, wie gelagert.
Der CO₂-Preis: die Schere geht weiter auf
Es gibt einen Kostenblock, der bei Öl und Gas jedes Jahr wächst — und bei Holz gar nicht erst anfällt. Seit 2021 erhebt der Staat auf fossile Brennstoffe einen CO₂-Preis. Der Pfad steht im Brennstoffemissionshandelsgesetz:
| Jahr | CO₂-Preis je Tonne |
|---|---|
| 2021 | 25 € |
| 2022 und 2023 | 30 € |
| 2024 | 45 € |
| 2025 | 55 € |
| 2026 | 55 bis 65 € — erstmals versteigert statt festgesetzt |
In zwei Jahren hat sich dieser Aufschlag damit weit mehr als verdoppelt. Allein der Schritt von 2025 auf 2026 verteuert nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle Heizöl um bis zu 4,1 Cent je Liter und Erdgas um bis zu 0,28 Cent je Kilowattstunde — jeweils einschließlich Mehrwertsteuer.
Wie es ab 2027 weitergeht, ist im Gesetz noch nicht festgeschrieben. Der Gesetzgeber hat sich die Möglichkeit offengehalten, den Preis dann am europäischen Emissionshandel auszurichten. Sicher ist nur die Richtung: Nach unten deutet in diesem Pfad nichts.
Und jetzt der Punkt, auf den es ankommt: Brennholz steht nicht auf der Brennstoffliste dieses Gesetzes. Feste Biomasse ist dort schlicht nicht aufgeführt — auf Scheitholz wird diese Abgabe also nicht erhoben. Jede weitere Stufe des CO₂-Preises trifft Öl und Gas, und jede weitere Stufe vergrößert den Abstand zum Holz.
Der Ofen in der Übergangszeit
September, Oktober, März, April: Es ist noch nicht kalt genug für die Zentralheizung, aber abends zieht es durchs Wohnzimmer. Viele drehen dann die Heizung hoch und wärmen das ganze Haus, um in einem Raum zu sitzen.
Genau hier liegt der praktische Wert eines Kaminofens. Er wärmt den Raum, in dem man sich aufhält, ohne dass der Kessel anspringt. Und er tut das mit einem Brennstoff, der aktuell rund ein Drittel günstiger ist als Heizöl.
Was wir bewusst nicht schreiben: eine Sparquote. Es kursieren viele Prozentzahlen dazu, wie viel ein Kaminofen an Heizkosten spart. Wir haben danach gesucht und keine belastbare, unabhängig veröffentlichte Zahl gefunden. Das hängt zu sehr am einzelnen Haus, am Dämmstandard, am Nutzungsverhalten. Wer Ihnen eine konkrete Prozentzahl nennt, hat sie geschätzt. Was sich rechnen lässt, ist der Unterschied im Brennstoffpreis — und den finden Sie in der Tabelle oben.
Holz zählt in der EU als erneuerbarer Energieträger
In der Diskussion ums Heizen mit Holz geht ein Punkt oft unter: Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie der Europäischen Union führt Biomasse — und damit Holz — als erneuerbare Energiequelle. Holz gehört also ausdrücklich zu den Energieträgern, mit denen Europa bis 2030 einen Anteil von 42,5 Prozent erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch erreichen will.
Die Richtlinie knüpft das an Bedingungen — sie schreibt vor, dass Holz zuerst stofflich und erst danach energetisch genutzt werden soll, und schließt die Förderung von Säge- und Furnierrundholz zur Energieerzeugung aus. Für den Kaminofen im Wohnzimmer heißt das nichts Nachteiliges: Dort landet Scheitholz aus Durchforstung und Restholz, also genau das Sortiment, das die Richtlinie im Blick hat. Wir haben darüber schon einmal berichtet: EU stuft Holz als erneuerbaren Brennstoff ein.
Dazu kommt ein Vorteil, den kein anderer Brennstoff in dieser Form bietet: Brennholz wächst in Deutschland vor der Haustür. Ein Drittel der Landesfläche ist bewaldet. Wer mit Holz heizt, ist von keiner Pipeline, keinem Tanker und keiner Meerenge abhängig — und genau darum geht es in diesem Winter.
Was ein moderner Ofen heute leistet
Zwischen einem Ofen von 1995 und einem heutigen Gerät liegen technisch Welten. Neue Öfen müssen die Stufe 2 der 1. BImSchV einhalten: höchstens 0,04 Gramm Staub je Kubikmeter Abgas, höchstens 1,25 Gramm Kohlenmonoxid, und mindestens 73 Prozent Wirkungsgrad. Geräte mit dem Blauen Engel gehen noch deutlich weiter und dürfen nur 0,015 Gramm Staub abgeben — weniger als die Hälfte des gesetzlich Erlaubten.
Möglich macht das vor allem die geregelte Verbrennungsluft: Eine Elektronik misst im Brennraum mit und stellt die Luft nach, statt dass der Betreiber schätzen muss. Was dabei an Emissionen tatsächlich herauskommt und welche Behauptungen dazu kursieren, haben wir in Feinstaub und Kaminöfen: was stimmt, was nicht auseinandergenommen.
Den größten Unterschied macht aber immer noch die Bedienung. Trockenes Holz mit höchstens 20 Prozent Wassergehalt, und angefeuert wird von oben statt von unten — das allein senkt die Emissionen der Anzündphase erheblich und bringt mehr Wärme aus derselben Menge Holz. Wie das genau geht, steht in Kaminofen richtig anfeuern.
Was der Ofen kann, was keine Heizung kann
Über Cent je Kilowattstunde lässt sich rechnen. Der eigentliche Grund, warum Menschen zu uns in die Ausstellung kommen, steht aber in keiner Tabelle.
Wärme, die man spürt. Ein Kaminofen gibt einen großen Teil seiner Wärme als Strahlung ab — sie trifft direkt auf Haut und Möbel, statt erst die Luft aufzuheizen. Deshalb fühlt sich ein Raum mit Ofen schon warm an, wenn das Thermometer noch niedrigere Werte zeigt. Speicheröfen geben diese Wärme über Stunden weiter ab, lange nachdem das Feuer heruntergebrannt ist.
Licht und Ruhe. Kein Heizkörper der Welt ersetzt eine Flamme. Wer abends vor dem Ofen sitzt, dreht das Deckenlicht herunter — das ist der Unterschied zwischen einem beheizten und einem gemütlichen Raum. Es ist der Grund, warum ein Ofen selten wieder ausgebaut wird.
Unabhängigkeit, auch wenn der Strom weg ist. Eine Gasbrennwerttherme, eine Wärmepumpe, eine Pelletanlage — sie alle brauchen Strom. Ein Kaminofen braucht Holz und ein Streichholz. Fällt der Strom aus, bleibt genau ein Raum im Haus warm, und das ist der mit dem Ofen. Wir haben dazu schon einmal geschrieben: Unabhängige Wärme wird immer wichtiger.
Ein Brennstoff aus der Nachbarschaft. Brennholz kommt aus Wäldern in der Region, oft aus wenigen Kilometern Entfernung. Es wird nicht über Meerengen verschifft, nicht durch Pipelines gepumpt und ist von keinem Wechselkurs abhängig. Wer im Herbst seinen Holzvorrat im Schuppen stehen hat, weiß, was der Winter kostet — bei Öl und Gas weiß das gerade niemand.
Bioethanol: Feuer, wo kein Schornstein hinkommt
Nicht jeder Raum lässt einen Ofen zu. Die Wohnung im Obergeschoss, das Zimmer ohne Abgasweg, die Mietwohnung — hier endet die Planung sonst schnell. Genau dafür gibt es Bioethanol-Feuerstätten: echtes Feuer, frei aufstellbar, ohne baulichen Eingriff. Und ein Vorteil, den das Umweltbundesamt ausdrücklich festhält: „Da sie keine Abgasführung besitzen, ist auch keine Abnahme durch den Schornsteinfeger nötig."
Auf die Bauart kommt es an — und da liegen Welten dazwischen. Was man über riechende Ethanolfeuer liest, stammt von einfachen Geräten mit offener Brennstoffschale und billigem, vergälltem Ethanol. Unser CB-tec Ethanol-Kaminofen arbeitet mit dem BEV-Brenner von Planika, dem Marktführer für Bioethanol-Technik: Der Brennstoff wird verdampft und der Dampf kontrolliert verbrannt, überwacht von Sicherheitssensoren und geregelt von einem Mikroprozessor. Mit hochreinem Ethanol verbrennt er sauber — kein Ruß, keine Asche, kein Geruch.
Verbrannt wird dabei trotzdem etwas, und das gehört zur ehrlichen Beratung: Es entstehen Wasserdampf und eine geringe Menge Kohlendioxid, die im Raum bleiben. Ein Abzug ist dafür nicht nötig, die normale Raumlüftung genügt — auf die Raumgröße schauen wir in der Beratung aber trotzdem, denn sie entscheidet, welches Gerät passt.
Was ein Ethanolfeuer nicht ist, ist die Antwort auf Ihre Heizkosten. Bioethanol kostet je nach Gebinde 3,10 bis 4,70 Euro je Liter, ein Liter liefert rund 5,9 Kilowattstunden — das sind rund 53 bis 80 Cent je Kilowattstunde, ein Vielfaches von Holz. Der CB-tec verbraucht im Normalbetrieb 0,65 Liter in der Stunde. Ein Abend am Feuer ist damit eine andere Rechnung als beim Holzofen. Wer heizen will, kauft einen Kaminofen. Wer Feuer will, wo nie ein Schornstein hinkommt, findet hier die technisch sauberste Lösung.
Ein praktischer Hinweis noch: Ethanol gehört nicht in größeren Mengen in die Wohnung. Der Tank des CB-tec fasst 5 Liter und reicht damit im Normalbetrieb gut siebeneinhalb Stunden, im Sparbetrieb rund zwölfeinhalb. Mehr als einen Nachfüllvorrat sollte man nicht im Haus haben.
Was jetzt sinnvoll ist
- Vorhandenen Ofen prüfen lassen
Die letzte Übergangsfrist der 1. BImSchV lief am 31. Dezember 2024 ab. Maßgeblich ist das Datum auf dem Typschild, nicht das Einbaudatum. Ihr Schornsteinfeger sagt Ihnen, woran Sie sind.
- Holz jetzt einkaufen, nicht im Januar
Brennholz braucht ein bis zwei Jahre Trocknung. Wer im Herbst kauft, kauft für die übernächste Saison — und zu ruhigeren Preisen als mitten im Winter.
- Preise vergleichen
Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegt beim Faktor 2,5. Bei Brennholz lohnt sich Nachfragen mehr als bei fast jedem anderen Brennstoff.
- Beim Neukauf auf die Technik achten
Geregelte Verbrennungsluft, ein Speicherkern für lange Wärmeabgabe, bei Bedarf ein wasserführendes Modell, das die Zentralheizung entlastet. Was wozu passt, klären wir im Gespräch.
Wenn Sie überlegen, ob ein Ofen für Ihr Haus taugt: Unsere Checkliste vor der Entscheidung geht die wichtigsten Punkte durch. Wer die Zentralheizung wirklich entlasten will, schaut sich wasserführende Kaminöfen an; wer lange Wärme aus wenig Holz möchte, die Speicheröfen.
Häufige Fragen
Wird Heizen mit Holz verboten?
Nein. Es gibt kein generelles Verbot von Kaminöfen. Was es gibt, sind Grenzwerte: Alte Geräte mussten bis spätestens 31. Dezember 2024 nachgerüstet, ausgetauscht oder stillgelegt werden, neue Öfen müssen die Stufe 2 der 1. BImSchV einhalten. Im Nationalen Luftreinhalteprogramm ist außerdem vorgesehen, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für strengere Werte ab 2029 einsetzt — das ist eine angestrebte Maßnahme, kein geltendes Recht.
Einzelne Großstädte haben allerdings eigene Brennstoffverordnungen, die über das Bundesrecht hinausgehen — München, Düsseldorf und Aachen etwa verlangen bei neuen Öfen die Stufe 2 und schreiben zulässige Brennstoffe fest. Fragen Sie im Zweifel Ihren Bezirksschornsteinfeger, was bei Ihnen vor Ort gilt.
Spart ein Kaminofen wirklich Heizkosten?
Der Brennstoff ist günstiger: 9,4 Cent je Kilowattstunde für Buchenscheite gegenüber 13,2 Cent bei Heizöl. Wie viel das am Ende auf Ihrer Rechnung ausmacht, hängt aber von Ihrem Haus, Ihrer Dämmung und Ihrem Heizverhalten ab. Eine seriöse, unabhängig belegte Sparquote gibt es nicht — wir nennen deshalb bewusst keine.
Steigt der CO₂-Preis auf Öl und Gas weiter?
Der Pfad im Brennstoffemissionshandelsgesetz führte von 25 Euro je Tonne im Jahr 2021 auf bis zu 65 Euro im Jahr 2026. Für 2027 ist noch nichts festgeschrieben; der Gesetzgeber kann den Preis dann am europäischen Emissionshandel ausrichten. Entscheidend für Ofenbesitzer: Brennholz steht nicht auf der Brennstoffliste dieses Gesetzes — auf Holz fällt dieser Aufschlag nicht an.
Reicht das Gas diesen Winter?
Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur ist die Versorgungssicherheit aktuell gewährleistet. Die Speicher sind mit rund 55 Prozent Anfang September deutlich leerer als in den Vorjahren. Die Aussage, sie reichten nur bis Februar, stammt vom Speicherverband INES und gilt ausdrücklich nur für einen sehr kalten Winter.
Kann ich mit einem Bioethanol-Kamin heizen?
Als Heizung ist ein Ethanolfeuer nicht gedacht: Die Kilowattstunde kostet rund 53 bis 80 Cent und damit ein Vielfaches von Holz, und die Laufzeit ist durch den Tank begrenzt. Als echtes Feuer für Räume, in die kein Schornstein kommt, ist es dagegen die technisch sauberste Lösung — mit einem hochwertigen Verdampfungsbrenner und hochreinem Ethanol sogar völlig geruchsfrei.
Wie viel Holz brauche ich für eine Saison?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Eine Erhebung des Umweltbundesamts kam für Wohnungen ohne Holzzentralheizung auf durchschnittlich knapp vier Kubikmeter Scheitholz im Jahr — dieser Wert umfasst aber alles vom Wochenend-Kaminofen bis zum Ofen, der ein halbes Haus wärmt. Wer nur gelegentlich zuheizt, liegt deutlich darunter.
Woher die Zahlen stammen
Wir nennen unsere Quellen, damit Sie jede Zahl selbst nachlesen können:
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 320 vom 10.09.2026 — Preisveränderungen Heizöl, Erdgas, Strom, Fernwärme
- U.S. Energy Information Administration, 07.04.2026 — Rohölpreise und Straße von Hormus
- Marktdaten europäischer Erdgaspreis (TTF) — Großhandelspreis und Jahresveränderung
- Technologie- und Förderzentrum Straubing, Scheitholzpreise Juli 2026 — Brennstoffkosten je Kilowattstunde
- Bundesnetzagentur, aktuelle Lage der Gasversorgung — Versorgungssicherheit und Speicherfüllstände
- Richtlinie (EU) 2023/2413 über die Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen — Einstufung von Biomasse, Ziel 42,5 % bis 2030
- Deutsche Emissionshandelsstelle, CO₂-Preis 2026
- Brennstoffemissionshandelsgesetz, § 10 und Anlage 1 — CO₂-Preispfad und Liste der erfassten Brennstoffe
- Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV)
Stand aller Angaben: 10. September 2026. Preise für Heizöl und Bioethanol sind Marktpreise aus Handelsquellen und ändern sich täglich; die Angaben des Statistischen Bundesamts, des Umweltbundesamts und des Technologie- und Förderzentrums sind amtliche beziehungsweise behördliche Erhebungen.
Ein Ofen ersetzt keine Heizung. Er nimmt ihr aber die Arbeit ab, wenn es noch nicht richtig kalt ist — und macht aus einer Übergangszeit einen Abend, auf den man sich freut.
Kommen Sie vorbei, wenn Sie überlegen. Wir zeigen Ihnen in der Ausstellung, was zu Ihrem Raum passt, und rechnen mit Ihnen ehrlich durch, was es bringt — und was nicht. Beratung vereinbaren.