4. Oktober 2026

Es gibt diesen Moment am späten Abend, wenn das Feuer heruntergebrannt ist und niemand mehr nachlegen will. Bei einem Ofen ohne Speichermasse endet dann auch die Wärme ziemlich bald. Bei einem Ofen mit Wärmespeicher fängt dieser Moment erst an.
Was ein Wärmespeicher ist
Ein Wärmespeicher ist Masse, die im Ofen sitzt: Naturstein, Magnetit oder Schamotte, je nach Hersteller. Während Sie heizen, nimmt diese Masse einen Teil der Wärme auf, statt sie sofort in den Raum zu lassen. Wenn das Feuer aus ist, gibt sie diese Wärme langsam wieder ab.
Das verändert die Art, wie ein Ofen heizt. Ohne Speicher bekommen Sie viel Wärme in kurzer Zeit und danach eine spürbare Kante. Mit Speicher wird es gleichmäßiger: etwas gemächlicher am Anfang, dafür lange danach.
Der Unterschied zu Speckstein
Speckstein kann dasselbe, aber er macht es sichtbar. Er ist die Verkleidung des Ofens, und wer sich für ihn entscheidet, entscheidet sich zugleich für seine Optik, für die Maserung und für den warmen Grauton.
Ein eingebauter Speicher sitzt dagegen unsichtbar im Gerät. Von außen sehen Sie einen schlichten Ofen aus Stahl oder Keramik, in der Farbe, die Ihnen gefällt. Wer die Speicherwirkung möchte, aber die Steinoptik nicht, bekommt beim selben Modell genau das: außen ruhig, innen die Masse.
Wie lange die Wärme hält
Eine Stundenzahl gibt kein Hersteller an, und wir schreiben Ihnen deshalb auch keine als Tatsache hin. Was wir sagen können, ist unsere eigene Erfahrung aus vielen Jahren mit diesen Geräten:
Wer abends mit einem der großen Speicher heizt, kommt morgens in einen Raum, der noch warm ist. Wie weit die Wärme bei Ihnen trägt, hängt natürlich am Raum, an der Dämmung und daran, wie Sie heizen. Als Größenordnung stimmt es aber.
Hase: Magnetit, meistens als Option
Hase legt seinen Öfen Wärmespeichersteine aus Magnetit hinein, einem schweren Eisenerz. Beim Sila Plus gehört der Speicher fest dazu, 141 Kilogramm, ohne dass man ihm das von außen ansieht. Bei Sendai 155, Sila, Sendai Pro und Padua (in beiden Höhen) entscheiden Sie selbst, ob Ihr Ofen ihn bekommt.
Das ist die Antwort auf eine Frage, die wir oft hören: schlichter Stahlofen, aber trotzdem Speicherwirkung. Genau dafür ist Magnetit da.
monolith: Speicher serienmäßig, nicht als Zubehör
Bei monolith ist es umgekehrt. Dort steckt der TOP-Speicher aus Naturstein von Haus aus im Gerät, zusätzlich zur massiven Natursteinhülle. Sie zahlen ihn also nicht extra dazu, er ist Teil des Ofens.
- rock K30XL mit 30 kg, K60XL und K70XL mit je 40 kg Speicher
- modul U10 50 kg, U20, L10 und L20 je 75 kg, G10 100 kg
Eine eigene Klasse ist der depot D10. Er ist ein richtiger Speicherofen: Sein Kern besteht aus stark verdichteten Schamottesteinen mit keramischen Rauchgaszügen, das Gerät wiegt über 600 Kilogramm. Wer Wärme über den ganzen Tag will, schaut sich den an.
neocube: Zusatzspeicher aus Naturstein
Die Kaminbausätze von neocube lassen sich mit einem Zusatzspeicher aus Naturstein nachrüsten. Wie schwer er ausfällt, hängt an der Serie: rund 50 Kilogramm bei den P10-Modellen, 75 Kilogramm bei P20 und den C-Modellen, 100 Kilogramm bei der F-Serie. Auch die hohen SXL-Modelle lassen sich so ausstatten.
Bei der P30-, P50- und P60-Serie geht es nicht, dort lässt die Bauweise keinen Platz dafür. Das ist kein Nachteil dieser Geräte, sie sind für große Feuerbilder gemacht, nicht für Speichermasse.
Drooff: der DROOFFolith
Drooff nennt seinen Speicher DROOFFolith und bietet ihn als Option an, unter anderem beim Andalo 3L und 3M, beim Garda Plus, beim Brunello 2 L, beim Imola SP, beim Farini Plus und bei der Livera Panorama. Auch hier gilt: Der Speicher sitzt innen, die Optik des Ofens bleibt, wie sie ist.
Was in die Planung gehört
Speichermasse wiegt. Ein Ofen mit 100 Kilogramm Naturstein oder 140 Kilogramm Magnetit steht anders da als einer ohne, und das schauen wir uns vorher gemeinsam an, damit es beim Aufstellen keine Überraschung gibt. Für uns ist das Routine.
Und ein Speicher braucht Betrieb: Er will geladen werden. Wer einmal im Monat ein kleines Feuer macht, hat von ihm wenig. Wer regelmäßig heizt, bekommt genau das, wofür er gedacht ist.
Öfen, bei denen sich das besonders lohnt
Am besten selbst anfassen
Einen Speicherblock in der Hand gehabt zu haben, erklärt mehr als jeder Absatz darüber. In unserer Ausstellung in Rimpar bei Würzburg stehen die Geräte, und wir zeigen Ihnen, wo die Masse sitzt und was sie ausmacht. Vom 23. September bis 9. Oktober sind wir im Betriebsurlaub, ab Samstag, dem 10. Oktober, ist wieder geöffnet. Anrufen können Sie uns in der Zwischenzeit.