30. September 2026

Die Ecke neben der Treppe ist ein Platz, an den man bei einem Kaminofen nicht zuerst denkt. Dabei spricht viel dafür. Sie steht ohnehin meistens leer. Und ein ovaler Ofen braucht keine gerade Wand hinter sich.
Dieser hier steht in Schweinfurt. Es ist ein VAIO IQ von CB-tec, verkleidet mit dem Naturstein Grigio Augusta. Ein gleichmäßiges Grau mit feiner Sprenkelung, dazu der schwarze Stahl und die gewölbte Scheibe. Vor einer weißen Wand bleibt das ruhig.
Es ist die Ausführung Top 1, also eine Steinplatte obenauf. Damit steht er 118,5 Zentimeter hoch und ist 60 Zentimeter breit. Mit zwei oder drei Platten wächst der VAIO auf bis zu 130,5 Zentimeter. Das ist eine Frage der Proportion im Raum, und jede Platte bringt zusätzlichen Stein mit.
Warum Stein an einem Kaminofen mehr ist als Optik
Naturstein ist schwer, und schwer heißt hier: Er nimmt Wärme auf. Während das Feuer brennt, lädt sich der Mantel auf. Ist das Holz durch, gibt der Stein die Wärme weiter ab, ruhig und als Strahlung. Man merkt das vor allem später am Abend, wenn ein reiner Stahlofen längst kalt wäre.
Ein Speicherofen ist der VAIO deswegen nicht, dafür braucht es mehr Masse. Aber die Wärme kommt sanfter und sie hält länger an.
Jede Platte ist außerdem ein Einzelstück. Zwei Öfen in Grigio Augusta sehen sich ähnlich, gleich sind sie nie.
Was in dem Ofen steckt
CB-tec baut den VAIO IQ in Deutschland, und man sieht es an Stellen, die beim Kauf niemand prüft.
Der Korpus ist aus Industrieguss. Guss verzieht sich nicht. Ein Ofen, der jahrelang aufgeheizt und wieder kalt wird, bleibt damit in Form, und die Tür schließt nach zehn Jahren noch so wie am ersten Tag.
Der Brennraum ist mit Thermobeton ausgemauert. Das Material hält die Hitze im Feuer, statt sie in den Stahl abzuleiten. Ein heißer Brennraum verbrennt das Holz sauberer, und genau daran hängt alles Weitere: weniger Ruß auf der Scheibe, weniger Rückstände im Rohr.
Die Luft wird mit einem Hebel geregelt, mit einer Hand, im Vorbeigehen. Kein Rätselraten, welcher Schieber wofür ist. Wer es ganz ohne Nachregeln möchte, nimmt den VAIO als IQ-pro mit automatischer Abbrandsteuerung. Das muss man allerdings vor der Bestellung entscheiden, nachrüsten lässt es sich nicht.
Die Tür hat einen Magnetverschluss und zieht sich selbst zu. Dahinter sitzt eine mehrfach geflochtene Dichtung. Ein dichter Ofen zieht keine Falschluft, und nur ein dichter Ofen lässt sich überhaupt sauber regeln.
Das Rohr
Beim VAIO kann das Rauchrohr oben oder hinten herausgeführt werden. Hier geht es oben ab und im Bogen nach hinten in die Wand. So steht der Ofen dicht an der Wand und trägt trotzdem nicht auf.
Wir wünschen viele schöne Stunden davor.
Aus Liebe zum Feuer.
Der Ofen aus dieser Referenz
Den VAIO IQ gibt es in Stahl und mit Natursteinmantel, in vier Steinsorten und in mehreren Höhen. Welche Kombination in Ihren Raum passt, sehen wir uns gemeinsam an. Die Steinmuster liegen bei uns in Rimpar bei Würzburg nebeneinander, und von Schweinfurt aus sind es rund 35 Minuten.