29. Oktober 2026

Ein Kaminofen steht selten auf Fliesen. Meistens steht er da, wo die Familie sowieso sitzt, und das ist bei vielen ein Holzboden. Dann entscheidet die Platte darunter mit, ob der Ofen am Ende aussieht wie geplant oder wie nachträglich hingestellt.
In Würzburg haben wir einen Barbas BOX 20/45 aufgestellt, freistehend, mit dem offenen Holzfach im Sockel. Schwarzer Stahl, eine hohe schmale Scheibe, darunter liegt das Brennholz sichtbar bereit. Der Boden ist rotbraunes Parkett, und das war die eigentliche Aufgabe.
Die Platte haben wir anfertigen lassen
Parkett brennt. Vor einem Holzfeuer braucht es deshalb eine Fläche, auf die nichts durchkommt, wenn beim Nachlegen ein Stück Glut nach vorne fällt oder beim Ausräumen etwas danebengeht. Das ist der ganze Grund, und er ist nicht theoretisch. Es passiert im zweiten Winter, nicht im ersten.
Fertige Platten gibt es in wenigen Standardgrößen. Die passen zum Ofen, aber nicht zum Raum. Wir haben hier eine schwarze Stahlplatte nach Maß anfertigen lassen, auf diesen Ofen und diese Stelle zugeschnitten. Sie reicht nach vorne weit über die Tür hinaus und seitlich über den Korpus, und sie bleibt trotzdem ein ruhiges Rechteck.
Stahl statt Glas, und zwar mit Absicht. Eine Glasplatte sieht man immer, weil sich das Licht darin bricht und jeder Krümel darauf liegt wie auf einem Tisch. Dieser dunkle Stahl nimmt sich zurück. Er ist dünn, die Kante ist sauber geschnitten, man stolpert nicht darüber, und wenn kein Feuer brennt, liest man ihn eher als Fläche denn als Zubehör.
Der Griff ist aus Leder
An der Tür sitzt ein schwarzer Bügel, und darin hängt ein Riemen aus braunem Leder. Das ist das einzige warme Material am ganzen Gerät, und es ist genau die Stelle, die man jeden Abend anfasst.
Solche Kleinigkeiten stehen in keinem Datenblatt und entscheiden trotzdem darüber, ob ein Ofen nach Technik aussieht oder nach Einrichtung. Vor dem rotbraunen Parkett geht das Braun des Leders auf, ohne dass jemand das geplant hätte.
Fünf bis sechs Kilowatt, und das reicht
Der BOX 20/45 gibt 5 bis 6 Kilowatt ab. Das klingt nach wenig, wenn man die Zahlen aus dem Baumarkt im Kopf hat, und ist in einem normal gedämmten Wohnraum trotzdem die richtige Größe. Zu viel Leistung merkt man nicht daran, dass es schön warm wird, sondern daran, dass nach einer Stunde jemand aufsteht und das Fenster öffnet.
Dazu kommt das Holzfach im Sockel. Es trägt den Ofen auf eine Höhe, auf der man das Feuer im Sitzen ansieht und nicht darauf herunterschaut, und es nimmt den Vorrat für den Abend auf. Das Holz liegt dort, wo es gebraucht wird, und sieht dabei besser aus als in jedem Korb daneben.
Der Weg nach oben
Das Rauchrohr läuft schwarz senkrecht nach oben und geht erst weit oben im Bogen durch die Wand, abgeschlossen mit einer runden Rosette. Diese lange gerade Strecke ist kein Zufall. Jeder Bogen kostet Zug, und was das Rohr im Raum an Wärme abgibt, bleibt im Raum.
Was am Ende zu sehen ist
Ein schwarzer Körper vor einer hellen Wand, Feuer hinter der Scheibe, Holz darunter, eine dunkle Fläche am Boden, die niemand als Vorlegeplatte anspricht. Nichts davon fällt auf, und genau das war das Ziel.
Der Familie in Würzburg danken wir für das Vertrauen und wünschen viele schöne Abende vor ihrem neuen Barbas BOX 20/45.
Aus Liebe zum Feuer.
Der Ofen aus dieser Referenz
Die BOX gibt es in mehreren Breiten, hängend an der Wand, auf einem Sockel oder freistehend mit Holzfach wie hier. Ob bei Ihnen eine Platte nötig ist, wie groß sie werden muss und ob sie aufgelegt oder bündig in den Boden eingelassen wird, sehen wir uns vor Ort an. Das ist eine der Fragen, die man vor dem Kauf stellt und nicht danach. Von unserer Ausstellung in Rimpar nach Würzburg ist es nicht weit.