17. April 2026

Es gibt Räume, in denen ein Kamin nie möglich schien: die Eigentumswohnung ohne eigenen Zug, der Neubau, in dem der Schornstein aus der Planung geflogen ist, die Wand, an der kein Abgasrohr entlanggeführt werden kann. Für genau diese Räume haben wir jetzt eine Antwort im Haus – den CB-tec Ethanol-Kaminofen aus der neocube Ethanol-Edition.
Er brennt mit Bioethanol statt mit Holz. Das klingt nach einem Detail, hebelt aber die entscheidende bauliche Hürde aus: Es entstehen weder Rauch noch Ruß oder Asche – und damit braucht das Gerät weder Schornstein noch Abgasleitung.
Was ohne Schornstein möglich wird
Der Aufstellort ist praktisch frei wählbar. Kein Zug, keine Kernbohrung, keine Abstimmung über die Führung des Rohrs – der Kamin steht dort, wo er gestalterisch hingehört. In der Praxis sind es vor allem vier Situationen, in denen unsere Kunden danach fragen:
- Eigentumswohnung – ein Schornstein ist gegenüber der Eigentümergemeinschaft nicht durchsetzbar
- Neubau mit Wärmepumpe – die Heizung steht, gewünscht ist Atmosphäre, kein zweites Heizsystem
- Umbau im Bestand – der vorhandene Schornstein liegt an der falschen Wand
- Freie Position im Raum – der Kamin soll als Raumteiler wirken, wo keine Abgasführung möglich ist
Was bleibt, ist echtes Feuer. Keine Projektion, kein Wasserdampf, keine LED – eine sichtbare Flamme, die man regeln kann.
Die Technik: warum wir uns für Planika entschieden haben
Bei Bioethanol trennt sich Spielzeug schnell von Technik, und das ist der Grund, warum die Gattung einen zweifelhaften Ruf hat. Bei den billigen Geräten steht eine offene Ethanolschale direkt im Feuer. Wer dort nachfüllt, während es noch warm ist, riskiert eine Verpuffung – daher stammen die Unfälle, von denen man liest.
Die Ethanol-Edition entstand zusammen mit Planika, dem Marktführer für Bioethanol-Feuerstätten, und arbeitet mit deren BEV-Technologie. Der entscheidende konstruktive Unterschied: Der Brennstoffbehälter sitzt im Sockel, räumlich getrennt vom Feuerraum. Der Brenner verdampft das Ethanol und verbrennt den Dampf kontrolliert, statt eine Flüssigkeit offen brennen zu lassen. Der Tank bekommt keine direkte Hitze ab, und Nachfüllen bei brennender Flamme ist konstruktiv ausgeschlossen.
Dazu kommen Sicherheitssensoren, die die Verbrennung dauerhaft überwachen. Genau das war für uns die Bedingung, um ein Ethanol-Gerät überhaupt ins Sortiment zu nehmen.
Die Zahlen
- Heizleistung: 4,1 kW im Normalbetrieb, 2,5 kW im ECO-Betrieb
- Verbrauch: 0,65 l/h normal, 0,4 l/h im ECO-Betrieb
- Tank: 5 Liter – das reicht für rund 7,5 Stunden, im ECO-Betrieb für etwa 12,5 Stunden
- Maße: 60 × 160 × 40 cm (B × H × T), dreiseitig verglast
- Bedienung: Bedienfeld, Fernbedienung oder App
Das Nachfüllen dauert unter einer Minute: Klappe im Sockel öffnen, leeren Kanister herausziehen, Schlauch an die volle Flasche anschließen, fertig.
Drei Ausführungen
Der Korpus ist derselbe, die Oberfläche entscheidet über die Wirkung im Raum:
- neocube – Sinterkeramik: 6.980 € – die zurückhaltendste Variante
- neocube steel edition – Rohstahl: 7.490 € – massive, handverlesene Platten mit sichtbarer Struktur
- monolith – Naturstein: 7.980 € – die Ausführung mit der meisten Präsenz
Preise inkl. MwSt., Stand 03/2026. Zubehör, Anschlussmaterial und Montage sind nicht enthalten – was davon nötig ist, hängt von der Aufstellsituation ab und rechnen wir Ihnen vorher konkret aus.
Ehrlich gesagt: was er nicht ist
Er ist keine Heizung, und das sagen wir lieber vorher als hinterher. Mit 4,1 kW wärmt er spürbar, aber bei 0,65 Litern Brennstoff pro Stunde ist ein Abend am Feuer eine andere Rechnung als beim Holzofen. Auch die Laufzeit ist durch den Tank begrenzt – das sind Stunden, kein Wochenende.
Wer sein Wohnzimmer mit Feuer warm bekommen möchte, fährt mit einem Kaminofen günstiger und unabhängiger. Wer dagegen Feuer möchte, wo nie ein Schornstein hinkommt, findet hier die technisch sauberste Lösung mit echter Flamme.
Ein Punkt noch, den wir immer prüfen: Die Verbrennung nutzt Raumluft und gibt Wasserdampf und eine geringe Menge CO₂ ab. Für normale Wohnräume mit üblichem Luftwechsel ist das unkritisch – die konkrete Raumgröße sehen wir uns trotzdem an, bevor wir etwas empfehlen.
Sehen Sie ihn sich an
Das Flammenbild lässt sich schlecht beschreiben und gut anschauen. Alle technischen Daten, die drei Ausführungen und den Herstellerprospekt zum Herunterladen finden Sie auf der Produktseite:
→ Zum CB-tec Ethanol-Kaminofen
Einen Überblick, wann ein Bioethanol-Kamin überhaupt die richtige Wahl ist, geben wir in der Kategorie Bioethanol-Kamine. Und am besten kommen Sie einfach vorbei – in unsere Ausstellung in Rimpar bei Würzburg. Termin vereinbaren.
Häufige Fragen
Braucht ein Ethanol-Kamin wirklich keinen Schornstein?
Nein. Bei der Verbrennung von Bioethanol entstehen Wasserdampf und eine geringe Menge CO₂, aber weder Rauch noch Ruß. Ein Kamin- oder Abzugssystem ist deshalb nicht erforderlich, die normale Raumlüftung genügt. Wir sehen uns die Raumgröße trotzdem an, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.
Darf ich einen Ethanol-Kamin in einer Mietwohnung oder Eigentumswohnung aufstellen?
In aller Regel ja – und das ist der eigentliche Grund, warum viele Kunden danach fragen. Weil kein Eingriff in Schornstein oder Fassade nötig ist, entfällt die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft, die einen klassischen Kamin oft scheitern lässt. Beim Mietverhältnis empfehlen wir trotzdem eine kurze Rücksprache mit dem Vermieter.
Muss der Schornsteinfeger kommen?
Nein. Da kein Abgassystem vorhanden ist, gibt es auch keine Feuerstättenschau und keine Kehrpflicht für dieses Gerät. Es fällt damit auch nicht unter die Grenzwerte der 1. BImSchV, die für Holzfeuerstätten gelten.
Was kostet der Betrieb?
Der Kamin verbraucht 0,65 Liter Bioethanol pro Stunde, im ECO-Betrieb 0,4 Liter. Rechnen Sie das mit dem aktuellen Literpreis Ihres Brennstoffs hoch – es liegt deutlich über den Kosten eines Holzofens. Ein Ethanol-Kamin ist ein Gestaltungselement, das man gezielt anschaltet, kein Dauerbrenner.
Wie sicher ist das im Alltag?
Entscheidend ist die Bauart. Der Brennstoffbehälter sitzt im Sockel und ist vom Feuerraum getrennt, sodass er keine direkte Hitze abbekommt; Nachfüllen bei brennender Flamme ist dadurch ausgeschlossen. Sicherheitssensoren überwachen die Verbrennung, ein Mikroprozessor regelt sie. Das ist der wesentliche Unterschied zu einfachen Geräten mit offener Ethanolschale.
Kann ich die Flamme regeln?
Ja, stufenweise – über das eingebaute Bedienfeld, die mitgelieferte Fernbedienung oder eine App auf Smartphone und Tablet. Damit schalten Sie den Kamin auch ein und aus, was bei einem Holzofen naturgemäß nicht geht.