27. September 2026

Die meisten Kaminöfen stehen fest an der Wand und zeigen in eine Richtung. Man setzt sich davor, und das war es. Dass es auch anders geht, wissen erstaunlich wenige, dabei gibt es drehbare Öfen schon lange.
Bei einem drehbaren Kaminofen sitzt der Ofenkörper auf einer Achse. Sie fassen ihn an und drehen ihn dorthin, wo Sie gerade sind. Das Feuer folgt Ihnen sozusagen durch den Raum.
Warum das in offenen Grundrissen so viel ausmacht
Küche, Essplatz und Wohnzimmer gehen heute oft ineinander über. Ein fest ausgerichteter Ofen trifft in so einem Raum immer nur einen Bereich. Wer am Herd steht, sieht die Seitenwand. Wer am Esstisch sitzt, sieht die Rückwand. Nur auf dem Sofa stimmt der Blick.
Ein drehbarer Ofen löst das, ohne dass Sie umbauen müssen. Morgens beim Frühstück zeigt das Feuer zum Tisch, abends zur Couch. Und mit ihm wandert die Strahlungswärme mit, die spürt man nämlich vor allem dort, wo die Scheibe hinzeigt.
Auch als Raumteiler
Genau deshalb setzen wir drehbare Öfen gerne frei in den Raum, zwischen zwei Bereiche. Der Ofen trennt dann nicht, er verbindet: Wer auf der einen Seite sitzt, dreht ihn zu sich, wer später auf der anderen Seite sitzt, genauso. Ein fest eingebauter Kamin kann das nicht.
Drehen, während das Feuer brennt
Das ist der Punkt, an dem in der Ausstellung meistens die Augenbrauen hochgehen: Sie dürfen den Ofen auch drehen, wenn er in Betrieb ist. Es ist also keine Entscheidung, die Sie beim Aufstellen einmal treffen und dann jahrelang ertragen. Es ist eine Handbewegung, wann immer Sie möchten.
Wie weit sich ein Modell drehen lässt, hängt am Gerät und am Anschluss des Rauchrohrs. Je nach Modell geht der Anschluss nach oben oder nach hinten, und das bestimmt den Spielraum mit. Welcher Weg bei Ihnen möglich ist, sehen wir uns am Schornstein an, bevor wir etwas versprechen.
Was „Feuerpräsentation bis 225°" bedeutet
Hase gibt bei den drehbaren Modellen einen Winkel an: bis zu 225° bei Sila, Sila Plus, Lima und Elvas, bis zu 205° beim Osaka. Diese Zahl wird oft falsch verstanden, deshalb kurz erklärt.
Es ist nicht der Winkel, um den sich der Ofenkörper drehen lässt. Gemessen wird von der Mitte der Scheibe aus. Und weil die Scheibe gewölbt ist, sehen Sie das Feuer über einen deutlich größeren Bereich, als der Korpus sich überhaupt dreht. Genau das meint der Begriff: den Bereich, aus dem Sie ins Feuer schauen können.
Für den Alltag heißt das: Sie müssen den Ofen seltener anfassen, als die Zahl vermuten lässt. Oft reicht ein kleiner Dreh, damit das Feuer wieder dort ankommt, wo Sie sitzen.
Fünf Modelle, die sich drehen
Drehbare Kaminöfen sind bei uns eine Sache von Hase. Aus Trier, von Hand gefertigt, und dort gehört die Drehbarkeit seit Jahren zum Programm. Fünf Modelle führen wir:
- Sila und Sila Plus, die schlanken Stahlöfen. Beim Sila Plus steckt zusätzlich ein Wärmespeicher aus 141 Kilogramm Magnetit im Gerät.
- Lima, zylindrisch und vollflächig mit handgearbeiteter Keramik, auf Wunsch in Speckstein.
- Elvas, mit 39 Zentimetern Durchmesser der schlankeste, gemacht für Räume mit niedrigem Wärmebedarf.
- Osaka, rund, mit hoher Sichtscheibe und einer Tür, die sich bequem im Stehen bedienen lässt.
Was Sie vorher wissen sollten
Ein drehbarer Ofen ist kein Sonderfall in der Aufstellung, aber es gibt zwei Dinge, die vorher geklärt gehören. Erstens der Rauchrohranschluss, siehe oben. Zweitens die Bodenplatte: Wenn sich der Ofen dreht, muss die Fläche darunter dazu passen, und das ist auch eine Frage der Optik.
Für die Verbrennungsluft gilt nichts Besonderes. Viele drehbare Hase-Modelle lassen sich auch raumluftunabhängig anschließen, das ist in Häusern mit Lüftungsanlage oder Abluft-Dunstabzug wichtig.
Die drehbaren Modelle bei uns
Dieselben Öfen mit iQ und iQ+
Sila, Sila Plus und Lima gibt es zusätzlich mit der Technik von Hase. iQ heißt: Eine Elektronik misst die Temperatur im Abgasweg und stellt die Luftklappen selbst, beim Anheizen weit offen, später gedrosselt. Sie legen Holz nach und setzen sich wieder hin.
iQ+ geht einen Schritt weiter und hat zusätzlich einen Katalysator im Gerät. Und genau hier wird es interessant: Diese drei Öfen tragen den Blauen Engel. Das Umweltzeichen führt sie namentlich, Sila iQ+, Sila Plus iQ+ und Lima iQ+. Es gibt nicht viele Kaminöfen, die es überhaupt bekommen.
Bemerkenswert daran: Die Technik sitzt komplett im Ofen. Am Schornstein ändert sich nichts, es kommt kein zusätzliches Gerät an die Wand. Sie bekommen also die sauberste Verbrennung, die es derzeit gibt, und sehen dem Ofen nichts davon an.
Wenn Sie die saubersten Werte wollen und den geringsten Aufwand beim Heizen, ist iQ immer die richtige Wahl. Der Ofen macht den Abbrand allein, Sie legen nur noch Holz nach.
Einmal selbst drehen
Erklären lässt sich das schlecht, ausprobieren dagegen in zehn Sekunden. In unserer Ausstellung in Rimpar bei Würzburg stehen drehbare Öfen, und Sie dürfen sie anfassen. Am besten rufen Sie vorher an, dann steht der Ofen frei und Sie können in Ruhe probieren.